
Die Autorin kannte ich nicht, aber ich habe das Buch schon auf der Verlagsseite und in der Vorschau entdeckt. Und irgendwie hat es mich neugierig gemacht; nicht nur das Cover und das Quote von Ali Hazelwood, sondern die Annotation. Eigentlich bin ich nicht wirklich eine grosse Dark Romance Leserin. Aber dennoch war ich gespannt, mal was ganz anderes zu lesen.
Das Thema Primal Play hatte ich bisher gar nicht auf dem Radar, daher war das eine ganz neue Welt. Ich konnte mir nicht so richtig vorstellen, wie die Autorin das genau umsetzen könnte. Manche Textstellen fand ich dann doch ein bisschen überraschend intensiv… Aber das ist vermutlich auch genau so in den Dark Romance Büchern, ich bin mir das einfach nicht so gewöhnt. Neuland. Der Schreibstil gefiel mir gut, aber ich hatte das Gefühl, dass es etwas mehr Tiefe hätte haben können. So wirkte es an einigen Stellen ein bisschen wie eine langgezogene Kurzgeschichte. Nicht falsch verstehen, das ist nicht was schlechtes, aber ich hätte mir teilweise mehr Twists und Background gewünscht. Aber das ist nur meine Meinung.
Die Protas sind spannend, aber irgendwie hatte ich gehofft, dass Shane ein bisschen mysteriöser ist. So im Stil vom Biest in die Schöne und das Biest.
Und Claire hätte auch ein bisschen mehr edgy sein dürfen. Die Idee mit dem Studienkredit war spannend, aber ich hatte gehofft, dass noch mehr zu Tage kommt. Ihre Ehe, ihre Vergangenheit.
Ehrlich gesagt gefielen mir die Nebenprotas fast ein bisschen besser, als die Hauptfiguren. Die Neugier auf deren Story ist fast grösser. Beide wirken viel mysteriöser und unnahbarer.
Ich bin gespannt wie der zweite Band wird. Dieser hier hat mich jedenfalls sehr überrascht. Was ganz anderes als meine sonstigen Romance Titel die ich lese, aber interessant, mit Luft nach oben.
Erschienen bei Kyss (Cover © Rowohlt Verlage)