Best Enemies Forever ⭐⭐⭐⭐⭐
Best Enemies Forever ⭐⭐⭐⭐⭐

Best Enemies Forever ⭐⭐⭐⭐⭐

Don’t judge a book by its cover… Ja, der Typ vorne drauf macht nen netten Eindruck, aber das, wovon die Story lebt, wird dadurch ein bisschen in die Ecke gedrängt. Und es wäre so schade, wenn diese tolle Story deswegen vielleicht nicht auf den Merklisten der Leute landet, denn sie war echt klasse. Aber von vorne.

Da ich von Olivia Hayle schon einige Titel gelesen habe, hatte mich der Klappentext natürlich gleich neugierig gemacht. Es gibt so viele Enemies-to-lovers Geschichten, denen eben jene Spannung, die da sein müsste, fehlt oder im Lauf der Story abhanden kommt. Und darum war ich gespannt, wie die Autorin es umsetzen würde.
Ich mag den legeren, luftigen Schreibstil von Olivia Hayle. Das Ambiente ist jetzt nicht mega aussergewöhnlich, NY und Vegas, aber war stimmig und hat zu den Protas und der Story gepasst. Ich fand den Schlagabtausch und die Dialoge, die Spannung, die sie damit aufbauen konnte klasse. Und zum Glück hat sie es trotz der Lovestory geschafft, dieses Knistern bis zum Schluss halten zu können.

Constance, oder Connie, wird von klein auf darauf getrimmt, Gabriels Familie als den Feind zu sehen. Die Rivalität zieht sich durch das ganze Leben, das Studium, die Arbeit. Ich fand sie ziemlich spannend, denn trotz ihrer Stärke und ihrem Ehrgeiz, hat sie auch eine wahnsinnig verletzliche und weiche Seite, die sie aber fast niemanden anvertraut. Verlust, Überfürsorglichkeit, Unterschätzwerden. Eine Kombi, die sie prägt, aber durch Gabe nicht mehr fürchtet, sondern angeht und für sich einsteht.

Gabriel, Gabe, ist in einer ähnlichen Situation wie Connie. Auch darauf getrimmt Connie Familie als den Feind zu sehen. Die Rivalität, das Unterschätzwerden, der Erwartungsdruck, eine merkwürdige Bindung zu seiner inneren Familie. Bei ihm gefiel mir, dass er der Typ He-fell-first ist. Die Fake Ehe war für ihn eigentlich ein Segen, denn dass er schon lange für Connie schwärmt… Er war mir auf anhieb sympathisch. Und er passt einfach zu Connie.

Beide ergänzen und fordern sich gegenseitig. Und ja, auch wenn es eine Liebesgeschichte gibt, so ist am Ende immer noch diese Konkurrenz, dieses Enemies-Thema, da. Wenn auch mit einem gewissen Augenzwinkern. Und das gefiel mir sehr gut.

Einzige Kritik: ich hätte mir da wirklich ein passenderes Cover gewünscht. Vielleicht illustriert? Irgendetwas, das diese Spannung besser transportiert hätte.

Ansonsten eine tolle Geschichte mit Witz und Tension. »Best enemies for ever« hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Erschienen bei more (Cover © Aufbau Verlage)

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