
Als Leserin und Fan der Eden-Reihe, wollte ich unbedingt auch den zweiten Teil der »Treasure State Wildcats« – Reihe lesen. Bei Band 1 war ich ein bisschen hin und her gerissen und hatte gehofft, dass mich der Nachfolgeband hoffentlich mehr überzeugen könnte.
Der Schreibstil von Devney Perry ist flüssig und sehr zügig, ich war also ziemlich schnell durch mit dem Buch. Es gab drei Perspektiven. Einmal Toren und Jennsyn, die abwechselnd das Jetzt darstellen, und dann noch die Party-Sicht, eine Art Retrospektive. Das fand ich einen spannenden Ansatz, der auch ein bisschen die Geschichte aufgebrochen und aufgerüttelt hat.
Toren ist eigentlich der vernünftige Typ, der nicht unbedingt viel Risiko eingeht. Vermutlich auch basierend auf dem strategischen Denken, wenn es um seinen Job als Co-Trainer der Footballmannschaft geht. Dass die Begegnung mit Jennsyn aber all das aufrüttelt, macht seine Figur spannender, denn plötzlich geht er Risiken ein, die er sonst nicht eingehen würde. Seine Emotionen übernehmen das Denken und verständlicherweise, wenn man die Vergangenheit der Uni und auch die von Jennsyn betrachtet, wirkt es schon sehr riskant und unüberlegt. Er kämpft wirklich dagegen an, aber gegen seine Gefühle kommt er nicht an. Er gefiel mir als Figur echt gut.
Jennsyn fand ich zunächst ein bisschen distanziert. Einfach aufgrund der Darstellung ihrer Person. Es kam mir vor, als ob sie eine ganz andere war auf der Party, als dann in echt. Die ultrafokussierte, fast schon distanzierte und eher emotional abgebrühte Profisportlerin konnte ich kaum mit der beinahe schon ätherischen und charismatischen Partygängerin in Einklang bringen. Klar, um im Profisport bestehen zu können, muss man nicht Everyones Darling sein, aber irgendwie fand ich sie erst gegen Ende der Geschichte sympathischer, menschlicher.
Der Age-Gap-Trope ist jetzt nicht jedermanns Ding, von daher find ich, kommt es immer auf die Umsetzung an. Hier fand ich es OK, auch wenn ich schon spannendere Storys zu dem Thema gelesen habe.
Mir gefiel, dass es mal nicht nur um Football ging, sondern ein anderer Sport, Volleyball, zum Zug kam. Die Lovestory war ok und auch wenn ich mit Jennsyn nicht unbedingt voll klar gekommen bin, so war die Geschichte einen Tick besser als Band 1. »Blitz – Liebe off Limits« ist eine entspannte Sportsromance, die man gut an einem verregneten Nachmittag lesen kann.
Erschienen bei Saga Egmont (Cover © Saga Egmont Verlag) / unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar